Mensch – ein Gewohnheitstier

Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier. Wenn sich bestimmte Gewohnheiten erst festgesetzt haben, so wirken sie lange nach…auch dann, wenn sie es eigentlich nicht (mehr) sollten.

Bei mir ist es so mit dem Essen. Auf Arbeit sind wir schon darauf getrimmt, dass es Mittag so gegen 12:30 gibt. Schon eine Stunde vorher meldet sich der Magen, dass man das auch gar nicht vergißt. Im Urlaub oder am Wochenende gibt es zwar nicht ausdrücklich ein Hungergefühl, aber man fühlt es innerlich, dass jetzt eigentlich Essen geben sollte (obwohl wir am WE meist erst so gegen 16 Uhr zu Mittag essen und im Urlaub sogar gegen 18-19Uhr).

Und an diesem Wochenende hat mein Mann mich irgendwie durcheinander gebracht. Wir waren gestern in der Stadt und haben spontan ein Lokal gesehen – das war so gegen 13 Uhr. Aber da wir ziemlich spät aufgestanden sind, lag unser Frühstück gar nicht so lange her. Aber wir sind da trotzdem eingekehrt, weil wir uns in diesem Stadtteil sonst so gut wie nie aufhalten und haben uns je ein Bierchen + Snack gegönnt. Dann Zuhause angekommen, war aber irgendwie Zeit für ein richtiges Essen – also schnell mal einen Kartoffelsalat hingezaubert. Und abends stand aber noch ein Treffen an – auch in einem Lokal. Hier haben wir dann noch einen Rotwein getrunken und wieder einen Snack dazu bestellt, damit das nicht so doof aussah.

Soweit so nett – aber meine Verdauung und mein Essensrhythmus hat es komplett verwirrt.

p.s.: heute früh hat mein Mann mich dann doch noch zum Joggen überredet. Das letzte Mal liegt schon wieder mind.3/4 Jahr her. Die 1/2 Stunde im Park hab ich mich echt abgequält…aber es soll irgendwie zur Gewohnheit werden…

Advertisements

Die Sache mit dem Essen…

Die Sache mit dem Essen ist folgende: ich esse gerne, ich esse gerne viel, gesundes und ungesundes…und manchmal stopfe ich die Sachen durcheineinander in mich rein. So wie heute Abend…

Ich weiß nicht – da tat sich wieder die innere Leere soweit auf, dass fürs Reflektieren irgendwie keine Zeit und Platz mehr war. Spät nach Hause gekommen, und gleich als erstes schon mal paar Weintrauben gemampft. Geduscht, gekocht und immerhin nicht die ganze Reispfanne aufgegessen. Gurken, Tomaten, paar Oliven…Aber damit nicht genug. Zu einer großen Tasse Tee folgten bunte Drops mit den bekannten weißen Buchstaben drauf  (gut, dass ich nur die kleine 45g-Tüte hatte) plus die salzigen TU*CS.

Das doofe ist, dass man während dessen ja weiß, dass man das nicht tun sollte. Aber man kann nicht mehr aufhören. Und es schmeckt nicht mal so, wie es eigentlich sollte – der Genuß fehlt völlig. Und danach…danach ist der Bauch kugelrund, die innere Leere immer noch da und man geißelt sich nun  zusätzlich, dass man wieder mal die Kontrolle über sich verloren hat.

Herrje….

 

Feststellungen

Ich hab vor kurzem über die Zucchini-Kartoffel-Bratlinge geschrieben…Nun ja, ich stelle fest, dass ich durch sie tatsächlich etwas abnehmen kann. Ich esse die ja entweder mit Quark-Frischkäsemischung oder einfach mit Kräuterquark. Auch wenn sie in Fett gebacken werden, scheinen sie mir besser zu bekommen, sld z.B. normale Bratkartoffeln. Naja gut, ich mach für meine „Satt“-Portion meist eine ganz Zucchini und 1-2 Kartoffeln rein, 1 Ei und etwas Mehl. Also ist darin mehr Zucchini als Kartoffel.

Aber ich kann doch nicht jeden Tag das essen. Es ist lecker, wird dann aber auf Dauer doch etwas einseitig. Hatte gestern nämlich Nudeln mit Gemüse gemacht und die hauen sofort auf die Waage. Son Mist.

Hat jemand von euch mal irgendwas mit Chiccoree gemacht? Also ich mein ein warmes Gericht. Kalt als Salat ist’s ok, aber jetzt im Winter bekommen mir die „kalten“ Salate nicht gut. Und als ich einmal versucht hatte Chiccoree warm zu zubereiten, ist’s irgendwie nach hinten los gegangen und hat überhaupt nicht gut geschmeckt.

Ernährungsberatung

Sodele, ich war ja gestern bei einem unverbindlichen Gespräch bei der Ernährungsberaterin. Tja, vielleicht sollte ich einfach aufhören bei den Ärzten vorauszusetzen, dass sie meine Erkrankungen nicht nur vom Namen her kennen, sondern was dabei noch so alles auftreten kann. Nun ja, das war schon mal der erste negative Punkt. Das zweite war dann, dass das was sie als eigentliche Ernährungsberatung anbietet von der Krankenkasse überhaupt nicht übernommen wird (nicht mal ein Teil) und eine Gesprächsstunde (also 60min) kostet dann schlappe 120 Euronen. Hui, also Millionärstochter bin ich ja net und im Lotto habe ich bis jetzt auch nicht gewonnen. Diese Art der Beratung ist für mich also vorerst nix.

Und nachdem ich da so meine Sachen erzählt habe, kam die Ärztin zu dem Schluß, dass ich eigentlich eher eine Verhaltenstherapie machen sollte, als Diät oder Ernährungsberatung. Darüber muss ich aber tatsächlich nachdenken. Denn, dass Essen ist bei mir tatsächlich sehr stark mit Emotionen verknüpft. Und bei Stress aber auch bei Freude, esse ich dann doch gerne etwas mehr. Bzw. bei Stress kommt dann alles in den Magen, was ich finden kann, auch wenn es mir in dem Moment nicht unbedingt schmeckt. Der Kopf weiß dann zwar theoretischer, dass das alles Blödsinn ist, aber die Emotionen haben in der Situation dann einfach die Oberhand.